3 Gründe für den Social Media Einstieg Ihres Unternehmens

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#socialmedia

#kundengewinnung

#vertrauensaufbau

Weil man mit der Zeit gehen muss ist hier meist der erste und triftigste Grund, der einem bei dieser Frage durch den Kopf schießt. Schließlich machen das nun alle – oder nicht?
Ganz klar, die Vermutung dahingehend ist bereits völlig richtig. Im Vorfeld dazu einmal ein paar Fakten zur Entwicklung in Deutschland:

  • Der Bevölkerungsstand liegt bei 83,1 Millionen Einwohnern
  • Nimmt man an, dass von diesen Einwohnern maßgeblich die 15 – 65-jährigen soziale Medien nutzen, ist das ein Anteil von 64,6% (53,7 Mio.)
  • Die Zahl der aktiven Nutzer sozialer Medien lag im Jahr 2019 bei ca. 38 Millionen
    • Dies sind knapp 71% der 15 – 65-jährigen
  • 30 Millionen Menschen nutzen die Plattformen hauptsächlich über Smartphones oder Tablets in Mobilversionen
3 Gründe, warum ihr Unternehmen in die sozialen Medien einsteigen sollte
3 Gründe, warum ihr Unternehmen in die sozialen Medien einsteigen sollte

Somit ist auch faktisch belegt, dass der Hauptteil der konsumfähigen Bevölkerung einen Teil seiner Zeit auf sozialen Plattformen verbringt. Diese Zeit ist in den letzten Jahren auch noch deutlich gestiegen. Verglichen mit 2014 hat sich die Nutzungszeit hier von 40 Minuten täglich auf knapp über eine Stunde gesteigert.

1. Die Option des Vertrauensaufbaus

Die Online-Kommunikation bietet daher eine gute Grundlage nicht nur Offline sondern auch Online „Mundpropaganda“ zu betreiben. Mit der Möglichkeit mit Nutzern und Interessenten gezielt zu interagieren haben sie die Gelegenheit, ihr Unternehmen nach Außen auf vielfältige Weise zu präsentieren. Viele Menschen nutzen ihr Smartphone häufig zur Überbrückung von Wartezeiten, in den öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Ämtern oder im Büro an der Kaffeemaschine. Gezielt platzierte Beiträge können dadurch den Bekanntheitsgrad eines Unternehmens und deren Markenbildung deutlich unterstützen.

Durch eine höhere Bekanntheit steigen die Interaktionen der Nutzer, was im Umkehrschluss zu sogenannten Nutzer-generierten Inhalten führt (user-generated content). Vorteil hiervon ist in erster Linie der Empfehlungscharakter, vorausgesetzt, der Nutzer drückt sich positiv über ihr Produkt oder ihre Dienstleistung aus. Aber selbst, wenn es einmal Kritik geben sollte, ist das noch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Auch an dieser Stelle kann man das Potential nutzen und die Kritik entsprechend höflich beantworten. Es versteht sich von selbst, dass diese angenommen und der Kritikpunkt, wenn angebracht, verbessert wird. So sehen auch potenzielle Neukunden ihren respektvollen Umgang und können diesem mehr Wertschätzung entgegenbringen. Neben diesem Grund gibt es noch weitere ausschlaggebende, die der Kunde für sich in Betracht zieht. Produktpreise allein sind weitestgehend zweitrangig geworden. Ein potenzieller Neukunde will sich vielmehr darüber hinaus auch mit einer Marke identifizieren können. Wie geht das Unternehmen mit dem Thema Umwelt um? Wie zuverlässig und erreichbar ist der Service? Kann ich das Unternehmen als ehrlich einschätzen?

2. Die Option der Kundengewinnung

Der oben genannte Vertrauensaufbau bildet meist die Grundlage für die Kundengewinnung. Nutzer sozialer Medien sehen gerne „hinter die Kulissen“. Uns allen ist mittlerweile bewusst, dass ein Großteil der Werbefilme, die auf Messen oder Tagungen gezeigt werden, gezielt produziert werden. Für uns, als Mensch, ist es aber auch wichtig zu sehen, dass in Unternehmen gelacht wird, ein Zusammenhalt unter Kollegen herrscht oder auch mal Unfug getrieben wird. Schließlich wissen wir, der Mensch ist keine Maschine. Potenziellen Kunden, die bereits eine Verbindung zu einem Unternehmen aufgebaut haben, fällt es oft deutlich leichter, hier zu kaufen oder – im Idealfall – sogar die Marke weiterzuempfehlen, obwohl selbst noch nicht gekauft. Somit steuern Sie mit Ihren Beiträgen gezielt die „Kundenreise“ (Costumer Journey).

Bereits Edgar K. Geffroy sagte mit seinem Buch „Das einzige, was stört, ist der digitale Kunde“ 2011, dass das Konsumverhalten sich drastisch verändern wird. Und somit bleibt den Unternehmen nahezu keine andere Möglichkeit, als sich kommunikationstechnisch eben auch auf eine andere Ebene einzustellen, um mit seinen Kunden und zukünftigen Kunden in Kontakt zu bleiben.

3 Gründe, warum ihr Unternehmen in die sozialen Medien einsteigen sollte

3. Die Option der Mitarbeitergewinnung

Viele Arbeitssuchende oder Menschen, die sich eventuell nach einem neuen Job umsehen, möchten ihr Arbeitsumfeld gezielt auf ihre persönlichen Bedürfnisse auswählen. Wie gestalten sich Arbeitstage? Wie werden Mittagspausen verbracht? Wie sieht das Arbeitsumfeld aus? Legt das Unternehmen Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance? Gibt es übergeordnete Angebote für die Mitarbeiter? Diverse Studien haben bereits ergeben, dass Mitarbeiter ihre Firma meist nicht aus finanziellen, sondern eher aus zwischenmenschlichen Gründen verlassen. Stimmt also die Wertschätzung im Unternehmen gegenüber dem Arbeitnehmer nicht oder Pausenzeiten werden nicht eingehalten, so entwickelt sich schnell eine hohe Fluktuation. Tragen Sie Ihre Einstellungen gegenüber der Mitarbeiterpflege offensiv in die Öffentlichkeit und präsentieren diese auch – aber so, dass ersichtlich ist, dass auch Ihre Mitarbeiter dahinterstehen – bestehen sehr gute Chancen über soziale Medien neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Sie sehen also, dass ihr Unternehmen von einer gut strukturierten und gezielten Social Media Strategie durchaus profitieren kann. Für die Planung und Umsetzung gibt es diverse Tools, die Sie bei den ersten Schritten unterstützen. Mit einer guten Vorbereitung gelingt es Ihnen, einige Beiträge im Voraus zu planen, wobei Ihnen im Anschluss genug Zeit für die Interaktion mit den Nutzern bleibt.

Die Erfolge können Sie über die sogenannten „Insights“ mancher Plattformen zeitnah verfolgen. Durch eine Analyse dieser Insights haben Sie zudem noch die Möglichkeit, Ihre Beiträge entsprechend genauer an Ihre Zielgruppe anzupassen.

Nichtdestotrotz bleibt zu sagen, dass der Aufbau von Reichweite in den sozialen Medien meist eher einem Marathon als einem Sprint gleicht. Gerade am Anfang ist hier Geduld gefragt, aber, lassen Sie sich sagen, es lohnt sich!

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